Philosophie

 

Unser Wahlspruch:  Cordis – Gladius – Fides

 

Cordis – das Herz:

Es steht für unser Gemüt, unsere feste Freundschaft untereinander aber auch für unsere herzliche Offenheit gegenüber Fremden, Neugierigen und besonders allen Freunden und Weggefährten der Brandenburgunder gegenüber. Gastfreundschaft unseren Besuchern gegenüber ist uns eine Herzensangelegenheit. Herzlichkeit bedeutet, ein großzügiges Herz zu haben. Es wird lebendig, wenn wir anderen Menschen helfen und Zeit für sie haben, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Es meint aber auch, eine Herzlichkeit sich selbst gegenüber zu bewahren.

Cordis – Herz ist bei uns Trumpf

Gladius – das Schwert:

Bei allen handwerklichen Tätigkeiten, die unsere Darstellung mit sich bringt, vernachlässigen wir das „Kämpfen“ und Trainieren nicht. Bei vielen Events sind wir mit Schwert und Lanze dabei und trainieren seit mehr als 12 Jahren mit hochmittelalterlichen Waffen.
Gladius, das Schwert, steht aber auch besonders für die ritterlichen Werte, für die wir einstehen, die wir verteidigen und die wir stets hochhalten wollen. Auch, wenn es in unserer heutigen Zeit vielleicht altmodisch erscheint. Es ist doch nichts gegen Höflichkeit, Freundlichkeit, Bescheidenheit, Mut und Tapferkeit zu sagen. Sie werden heute nur mit Begriffen wie „Netiquette“ oder „Zivilcourage“ bezeichnet.

Gladius – Unsere Werte sind uns wichtig.

Fides – der Glaube:

Das Hochmittelalter ist und bleibt die Blütezeit des Christentums. Die Darstellung dieser Zeit in Form des Reenactment/Living History ist deshalb untrennbar mit dem Christentum verbunden.
Viele ‚Ungläubige‘ Atheisten stöhnen und denken dabei nur an Beten und Kirche im schlechtesten Sinne.
Dass im Mittelalter aber viel mehr Lebensbereiche vom Glauben bestimmt wurden, wie die Kleidung, die Tageseinteilung, Architektur und vieles mehr, macht die Beschäftigung mit unserer abendländischen Geschichte so spannend und lehrreich. Und das ist untrennbar mit der Religion verbunden.

Wir wollen aber auch deutlich machen, dass wir anderen Glaubensrichtungen offen gegenüberstehen. Besonders die nordische Götterwelt und der Islam wecken unser Interesse. Wichtig ist der Respekt dem Anderen, insbesondere eben dem anderen Glauben gegenüber.

Fides – glaube an dich oder einen Gott, aber glaube.

 

Unser Anspruch an unsere Darstellung

Die Frage nach der Authentizität der Darstellung ist ein häufiges Thema im Reenactment/der Living History-Szene.
Wir sind der Auffassung, dass eine historisch möglichst korrekte Darstellung ein andauernder Prozess ist und kein Zustand, der ab einem bestimmten Punkt einfach erreicht ist.

Mit Recherchen in Literatur, Besuchen in Museen, Kirchen, Burgen und Ausstellungen entwickeln wir uns weiter und vervollständigen daraufhin unsere Ausrüstung, Gewandung und sonstiges Equipment.
Vieles ist sehr kostenintensiv, andere Sachen benötigen eine tiefere Recherche und deshalb brauchen viele Dinge ihre Zeit.

Das Ziel ist es natürlich, von der Nähnadel bis zum Doppelspeichenradzelt möglichst detailgetreu abzubilden, wie diese Gegenstände im Hochmittelalter aussahen. Diesem Ziel nachzueifern ist für uns das größte Abenteuer, dem wir uns Schritt für Schritt nähern.

Auch wenn wir hier und da noch teilweise Kompromisse eingehen müssen, befinden wir uns doch auf dem rechten Wege. Damit das so bleibt, achten wir bei allen Neuanschaffungen auf eine gute Qualität.

Unsere Darstellung ist im Raum des heutigen Berlin und Brandenburg angesiedelt, aber wir sind viel unterwegs.
Neben Veranstaltungen in ganz Deutschland führten uns unsere Wege schon nach Frankreich, ins Fürstentum Liechtenstein, nach Polen, in die Schweiz und nach Österreich. Da sich die Veranstaltungssituation in Europa sehr unterschiedlich gestaltet, suchen wir ganz gezielt Events mit stimmigem historischen Background aus. Die berüchtigten Bier- und Bratwurstfeste lassen wir außen vor.

Wo sind Eure Pferde?

Die richtige korrekte Darstellung dieser beschriebenen Situation ist, wie schon gesagt, kein Mausklick. Es ist ein Prozess. Unser Ziel ist es, diese Darstellung später auch mit Pferden und Lasttieren zu komplettieren. Bis dahin nähern wir uns diesem besonderen Thema mittels Reitbeteiligung, Pferdepflege und Reitunterricht.